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Gewerbliche Anwendung

VRF Klimasystem für Spezial-Lieferdienst

Flächendeckende Hallenklimatisierung als Alleinstellungsmerkmal

Die Trans-O-Flex Logistics Group, ein Tochterunternehmen der österreichischen Post, ist ein Spezial-Lieferdienst für Pakete, Paletten, Gefahrgut und temperaturempfindliche Sendungen. An den sechs Logistikstandorten, die das Unternehmen in Deutschland betreibt, erfolgen die Lagerung, Konfektionierung und Bereitstellung der Güter. Um sich einen Marktvorteil zu sichern, baut das Unternehmen sein Angebot an Kühllogistik mit einer zeitlich und räumlich nahezu unbegrenzten Qualitätssicherung und -kontrolle kontinuierlich aus. 

Hintergrund ist die Qualitätssicherung von Arzneimitteln nach der EU-Richtlinie „Gute Herstellungspraxis“. Danach muss in Lagerräumen, in denen Arzneimittel aufbewahrt werden, ein kontinuierliches Temperaturniveau zwischen 15°-25 °C gehalten werden. Zulässige Abweichungen dürfen eine Temperatur von 10,5 °C nicht unter- bzw. 29,5 °C nicht überschreiten und höchstens für 1 ½ Stunden während der gesamten Logistikkette auftreten. Alle Über- und Unterschreitungen dieser Vorgaben führen dazu, dass die Waren nicht mehr in den Handel gelangen dürfen und aussortiert werden müssen. 

Mit geschlossener Kühlkette

dem Wettbewerb voraus

Das häufige Öffnen und Schließen der Hallentore, die nicht vollständig dämmbare Halle und die Wärmelasten, die von den großen Lkws beim Be- und Entladen unweigerlich einströmen, erhöhen die Gefahren, die zum Verderben der Ware führen können. Durch eine intelligente Klimatisierung der Lagerstätte kann die Ausschussrate spürbar verringert werden. Der Logistikkonzern hat hierin einen Marktvorteil erkannt und stellt seinen Kunden eine geschlossene Kühlkette während des gesamten Distributionsprozesses zur Verfügung. Die Temperaturhaltung und deren Kontrolle ist ein Alleinstellungsmerkmal, das nur Trans-O-Flex in dieser Größenordnung in Zentraleuropa anbietet. 


Die Kühlung eines Logistikgebäudes wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst und stellt entsprechende Anforderungen an die Klimatechnologie, um die auftretenden, internen Wärmelasten abzuführen. So darf beispielsweise im Falle einer unbeabsichtigten Beschädigung des Rohrleitungssystems kein Wasser auf Kundenware tropfen. Dies spricht für ein kältemittelbasiertes System wie die VRF-Technologie. Darüber hinaus legt der Kunde großen Wert darauf, eine besonders einfache und zeitsparende Wartung der zahlreichen Innengeräte durchführen zu können. 

Klimatisierung

mit VRF-Technologie

Die Logistikhalle von Trans-O-Flex in Alzenau hat eine Fläche von rund 8.300 qm und verfügt über mehr als hundert Tore zum Be- und Entladen von Lkws und Transportern. Der Betrieb erfolgt in zwei und bei Bedarf auch in drei Schichten, also 24 Stunden rund um die Uhr. Wie bei jeder wirtschaftlichen Unternehmung stellen die laufenden Betriebskosten eine wichtige Position dar. Das Klimasystem soll deshalb sehr energiesparend sein. „Um die gegebenen Anforderungen zu erfüllen und die Temperaturhaltung zu garantieren, haben wir die Lagerhalle mit VRF-Technologie klimatisiert“, erklärt Uwe Wehland, Bereichsleiter Kälte- und Klimatechnik vom ausführenden Unternehmen Kliwa Service GmbH aus Münster. 

 

VRF-Systeme gehören zur Gruppe der Direktverdampfer, die bei der Energieübertragung ohne zusätzliches Wärmetransportmedium auskommen. Dies führt zu geringeren Energieverlusten als bei wasserführenden Systemen. „Während konventionelle gebäudetechnische Anlagen mit getrennten Systemen zum Heizen und Kühlen arbeiten, besteht einer der ganz großen Vorteile von VRF-Systemen darin, dass dieselbe Anlage im Wechselbetrieb zum Heizen oder Kühlen eingesetzt werden kann“, so Wehland. Hierin liegt ein enormes Einsparpotenzial auf der Investitionsseite.

Die Hallenklimatisierung ist ein Geschäftsfeld mit großem Potenzial. Zahlreiche Waren und Produkte müssen von der Herstellung bis zum Endverbraucher gekühlt werden, damit sie ihre Qualität behalten. Nur wenige Unternehmen können hierfür eine geschlossene Kühlkette anbieten. Eines davon ist die Trans-O-Flex Logistics Group, die im großen Stil eine lückenlose Kühllogistik im mitteleuropäischen Wirtschaftsraum gewährleistet. Ein zentraler Baustein in diesem modularen Konzept ist ein Distributionszentrum in Alzenau bei Offenbach, in der eine flächendeckende Kühlung und Qualitätskontrolle stattfindet. 

Kleine Anlagen,

große Leistung

Die Lagerhalle gleicht in ihrem Grundriss einem großen Ypsilon. Sie ist in vier Sektoren aufgeteilt, die je nach Größe unterschiedliche Kühlleistungen erfordern. Um diese Aufgabe umzusetzen, gibt es vier Außenanlagen mit den jeweils passenden Außengeräten. Zum Einsatz kommt ein VRF-System der Y-Serie von Mitsubishi Electric. Das 2-Leitersystem für den Kühl- und Heizbetrieb kombiniert bis zu 50 Innengeräte unterschiedlicher Ausführung in einem Kältemittelkreislauf. Es eignet sich sehr gut, um große Kühlleistungen mit einem kompakten System auszuführen. „Es ist faszinierend, zu sehen wie mit verhältnismäßig kleinen Anlagen ein so großes Objekt klimatisiert werden kann. Früher wären hierfür relativ große konventionelle Technologien nötig gewesen“, so Wehland. 

 

Auf der Südseite des Gebäudes stehen zwei Außeneinheiten der City Multi Y-Serie mit jeweils 124 kW Kälte- und 140 kW Heizleistung. Die baugleichen Anlagen versorgen die beiden Bereiche, in denen bis zu 38 große Lkws ‚andocken‘ und gleichzeitig be- oder entladen werden können. Die Klimatisierung im Innenbereich erfolgt schwerpunktmäßig über 4-Wege-Deckenkassetten mit jeweils 14 kW Kälteleistung und zum Teil über Deckenunterbaugeräte. Die großen quadratischen 4-Wege-Deckenkassetten verfügen über vier Luftauslässe, wodurch eine zugluftfreie Klimatisierung mit einem an der Decke entlang-führenden Luftstrom entsteht. Die Kassetten sind in vier Reihen montiert, von denen jeweils zwei Linien sieben Meter Abstand zum Boden haben, während die beiden anderen Reihen vier Meter vom Boden entfernt sind. Im Mittelgang befinden sich acht Unterdeckengeräte, um eine gleichmäßige Abfuhr der Wärmelast zu gewährleisten.

Wirtschaftliche Serviceintervalle

durch Filter-Lifte

Für eine besonders einfache und zeitsparende Wartung der Innengeräte sorgt ein automatischer Filter-Lift mit Fernbedienung, der abgesenkt werden kann. In allen 4-Wege-Deckenkassetten sind Filter-Lifte installiert. Das war ein überzeugendes Argument gegenüber dem Wettbewerb. In diesem Lager ist ein sehr hohes Feinstaubaufkommen, deshalb müssen die Geräte regelmäßig gereinigt werden. Diese Aktion dauert bei zwei Personen und 37 Innengeräten lediglich ungefähr anderthalb bis zwei Stunden. Die Alternative wäre gewesen, die Reinigung mittels einer fahrbaren Hebebühne durchzuführen. Der Arbeitsaufwand hätte dann jedoch pro Intervall etwa zwei Tage betragen. Dies erschien dem Betreiber aus Service- und Kostengründen nicht wirtschaftlich.


Auf der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes, sozusagen an den beiden Spitzen des Ypsilons, befinden sich zwei weitere Klimaanlagen. Die eine entspricht in Aufbau und Leistung den beiden oben genannten, die zweite Anlage besteht aus vier Außengeräten der Mr. Slim-Serie mit Power Inverter von Mitsubishi Electric. Sie verfügt über dreimal 22 kW Kälteleistung. Daneben steht noch eine Mr. Slim-Einheit mit 10 kW Kälteleistung. Die Mr. Slim-Serie steht für besonders energiesparende und leistungsstarke Klimageräte, deren Außengeräte über eine Wärmepumpenfunktion verfügen, um so auch bei niedrigen Außentemperaturen für effiziente Heizwärme zu sorgen. Ein besonders hochsensibler Bereich innerhalb der Halle ist sogar redundant ausgelegt. Dabei versorgt jeweils ein Mr. Slim Außengerät zwei Innengeräte.

Zentrales Steuerungssystem

mit Webanbindung

Die Überwachung der Anlage übernimmt die Kliwa Service GmbH. Ein zentrales Steuerungssystem mit Web-Funktionalität vom Typ EW 50E unterstützt sie dabei, sodass vor Ort bei Bedarf nur eine manuelle Umschaltung von Heizen auf Kühlen vorgenommen wird. Die Bedienung wird über einen handelsüblichen PC mit Web-Browser Funktionalität wahrgenommen und ermöglicht über das sogenannte Maintanancetool eine Fernsteuerung und -überwachung aller angeschlossenen Klimagerätemodelle mit sämtlichen Funktionen. 
Die dauerhafte Überwachung und gegebenenfalls Fehlermeldung an den Fachhandwerker ist für die Gewährleistung der hohen Qualitätsanforderungen nach der EU-Richtlinie für eine gute Herstellungspraxis erforderlich. Dafür sind in der Logistikhalle an 16 Messpunkten Sensoren installiert, die in festgelegten Zeitintervallen die Temperatur messen. Diese schlagen immer dann Alarm, wenn der vorgegebene Temperaturbereich nicht eingehalten wird.

Fazit

Um den Kunden einen Mehrwert zu bieten und sich als Alleinanbieter für eine flächendeckende Kühlkette zu positionieren, hat der Logistik-Konzern Trans-O-Flex eine weitere Halle mit moderner Klimatechnik ausgestattet. Der Logistik-Standort in Alzenau wird mit einem VRF-Klimasystem von Mitsubishi Electric klimatisiert, das im Wechselbetrieb zum Heizen oder Kühlen eingesetzt wird. Die Außengeräte aus der City Multi und der Mr. Slim-Serie gewährleisten einen wirtschaftlichen und energiesparenden Kühl- und Heizbetrieb. 

Besonderen Stellenwert haben die Filter-Lifte der Innengeräte. Durch sie kann eine besonders einfache und zeitsparende Wartung der zahlreichen Innengeräte durchgeführt werden. Der Arbeitsaufwand lässt sich durch dieses Feature extrem verkürzen und führt zu einer enormen Kosten- und Zeitersparnis bei Wartung und Reinigung. Abgerundet wird das Klimakonzept durch ein zentrales Steuerungssystem mit Web-Funktionalität, das eine Fernüberwachung und -kontrolle den Servicebetrieb ermöglicht.