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Neue Klimatechnik für

Filmpalast in Karlsruhe

Das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe ist eine weltweit einzigartige Kulturinstitution, das  gegründet wurde, um die klassischen Künste ins digitale Zeitalter fortzuschreiben. Nur ein paar Schritte entfernt, befindet sich der im Jahr 2000 eröffnete Filmpalast am ZKM, der knapp 3.000 Sitzplätze, 10 Leinwände, ein großzügiges Foyer und vier Restaurants im Angebot hat. 

Getrennte Komfortklimatisierung

und technische Kühlung

Die Kinosäle und die Gastronomiebereiche werden über eine raumlufttechnische Anlage mit einem entsprechend ausgelegten Kaltwassersatz klimatisiert. Um die Grundlast abzudecken, erfolgt eine Klimatisierung der Technikbereiche zum Teil auch über die Lüftungsanlage. Das reicht aber nicht aus, um die technische Ausstattung dauerhaft und sicher zu kühlen, weil aus den Technikräumen rund um die Uhr hohe Wärmelasten abgeführt werden müssen.

 

Denn die technischen Anlagen für den Filmvorführbetrieb sind sensible Instrumente und erzeugen große Mengen an Wärme. Deshalb werden sie zusätzlich und unabhängig von den Publikumsbereichen gekühlt. Um eine Überhitzung zu vermeiden und ihre Leistungskraft zu erhalten, wird für die Kühlung der Projektorräume und diverser Technikräume auf die Klimatisierung mit VRF-Technologie zurückgegriffen. 

Austausch von

klimaschädlichem R32

Bei der regelmäßig durchgeführten Inspektion der Klimasysteme wurde festgestellt, dass bei den Außengeräten teilweise die Verdichter defekt waren und aufgrund des Alters mit weiteren Ausfällen zu rechnen war. Hinzu kam, dass die VRF-Klimasysteme mit dem alten Kältemittel R22 betrieben wurden, das ab 2020 in der Europäischen Union verboten ist.  

Angesichts dieser Situation war konkretes Handeln angebracht. „Die komplette Neuinstallation der Klimatechnik im Bestand ist aufwendig und mit hohen Kosten verbunden“, so Christof Greven vom betreuenden Ingenieurbüro Udo W. Kablitz. „Wenn zum Beispiel betriebsrelevante Technik und Räume dauerhaft gekühlt werden müssen und wegen der Installationsarbeiten für einige Tage außer Betrieb sind, bedeutet dies Umsatzeinbußen und weniger Komfort für die Kunden“, so Greven weiter. 

Alt gegen neu ohne

Rohrleitungswechsel

Da Ölrückstände zu Kompressorschäden in den neuen Geräten führen könnten, musste bei einem Systemtausch bisher immer auch das Rohrnetz erneuert werden. Doch der Tausch des vorhandenen Rohrsystems verursacht einen hohen baulichen Aufwand und immense Kosten. Um das zu umgehen, empfahl Greven die Replace-Technologie von Mitsubishi Electric, mit der die bestehende Altanlage ohne umfangreiche Baumaßnahmen durch ein modernes R410A-System ersetzt werden kann. Die bereits im Gebäude installierten Rohrleitungen können dabei wiederverwendet werden, so dass lediglich die Innen- und Außengeräte ersetzt werden müssen.

 

Neben den vorhandenen Rohrleitungen konnten auch die Steuerungsleitungen zwischen den Außen- und den Innengeräten weiter genutzt werden. Im Vergleich zu veralteten R22-Anlagen erreichen die invertergesteuerten City Multi VRF-Anlagen bis zu doppelt so hohe Wirkungsgrade, was nahezu einer Halbierung der Betriebskosten entspricht. Alles zusammengerechnet können sich die Investitionskosten für die neue Klimaanlage aufgrund der hohen Wirtschaftlichkeit und des hohen Energieeinsparpotenzials innerhalb kurzer Zeit amortisieren. 

R22-Tausch - Einfacher

geht es nicht

Mit der patentierten Replace Technologie für VRF-Systeme der City Multi Serie von Mitsubishi Electric steht eine Baureihe zur Verfügung, bei der das neue Kältemittel R410A über eine automatische Spülfunktion in zweiphasigem Zustand durch die Anlage gefördert wird. Dabei nimmt es die Mineralölreste vollständig auf, die dann im Außengerät durch einen Spülfilter wieder vom Kältemittel getrennt werden. Die Altgeräte werden ausgewechselt, während das vorhandene Rohrleitungssystem im Gebäude verbleibt. 

Montage in

fünf Schritten

Die Montage vollzog sich in fünf Schritten. Als Erstes wurden die vorhandenen R22 Rohrleitungen geortet, um das gesamte R22 Kältemittel ausfindig zu machen und eine fachgerechte Beseitigung sicherstellen zu können. In einem zweiten Schritt wurde das Kältemittel R22 über das Außengerät abgesaugt. Eventuelle R22-Rückstände in den Rohrleitungen wurden mit einer Absaugstation entfernt.  Schließlich hat der Fachhandwerksbetrieb die alten R22 Einheiten durch neue, effiziente R410A Außen- und Innengeräte ersetzt. Abschließend wurde über die Spülfunktion das gesamte Rohrleitungsnetz und die neu installierten Einheiten gereinigt. Der Mineralöltransfer und die Abscheidung erfolgten vollautomatisch durch die Außengeräte. Als fünfter und letzter Installationsschritt ist die Befüllung der Anlage mit dem neuen Kältemittel R410A durchgeführt worden. Seitdem versorgen zwei City Multi VRF-Replace Außengeräte vom Typ PUHY-RP250YJM mit einer Kälteleistung von 28 kW und eins vom Typ PUHY-RP350YJM mit 40 kW Kälteleistung die Technikräume im Filmpalast. 

FAZIT

Der Filmpalast am ZKM in Karlsruhe ist bekannt für seine vorbildliche technische Ausstattung. Damit die Technik in den Projektorräumen und anderen Backofficebereichen dauerhaft, sicher und unabhängig von den Publikumsbereichen gekühlt werden kann, kommen VRF-Klimasysteme zum Einsatz. Die VRF-Klimasysteme wurden noch mit dem alten, umweltschädlichen Kältemittel R22 betrieben, das nicht mehr nachgefüllt werden darf. Daher wurde die alte R22-basierte Anlage gegen moderne, energiesparende und umweltfreundliche Außen- und Innengeräte ausgetauscht.

Um die Kosten und den Aufwand eines Austauschs zu minimieren, kam die Replace-Technologie von Mitsubishi Electric zum Einsatz. Mit ihr kann die bestehende Altanlage durch ein modernes R410A-System ersetzt werden, ohne dass umfangreiche Baumaßnahmen erforderlich sind. Die bereits im Gebäude installierten Rohrleitungen können dabei wiederverwendet werden, so dass lediglich die Innen- und Außengeräte ersetzt werden müssen. Ein weiterer Vorteil der neuen Klimageräte ist ihre wesentlich höhere Energieeffizienz, die zu einer deutlichen Reduzierung des Energieverbrauchs und damit der Betriebskosten führt.